Erdbestattung

Hier erfolgt die Beisetzung in einem Sarg. Erdgräber werden je nach Grabstättenträger und Friedhofsordnung.
In einem Reihengrab können im Allgemeinen nur einzelne Verstorbene beigesetzt werden. Die Ruhezeit kann normalerweise nicht verlängert werden.
Wahlgräber unterliegen hingegen nicht der strengen Ruhezeitregelung. Die Ruhezeit kann im Allgemeinen verlängert werden. Zudem können oft mehrere Verstorbene in einem Wahlgrab bestattet werden.
In einigen Fällen können zusätzlich auch Urnen in Erdgräbern beigesetzt werden.

Wissenswertes zu Erdbestattungen

Die Erdbestattung ist eine der ältesten Bestattungsformen der Welt. In christlichen & islamischen Religionen wird sie noch heutzutage noch sehr häufig genutzt. In diesem Fall spricht man auch von einer Beerdigung. In Deutschland besteht bei einer Erdbestattung eine Sargpflicht. Einige Friedhöfe bieten aber seit kurzem auch Bestattungen in einem Leichentuch an, wie es etwa im Islam üblich ist. Erdbestattungen sind besonders in der Vorbereitung aufwendig, da ein großes Loch für das Grab ausgehoben werden muss. Daher sind die Kosten für den Erwerb eines Erdgrabes in der Regel höher als beispielsweise für ein Urnengrab.

Möglichkeiten bei einem Wahlgrab

Wahlgräber können ein-, zwei- oder mehrstellig sein. Dies bedeutet, dass ein einziger oder mehrere Verstorbene in einer Grabstätte beigesetzt werden können. Zweistellige Wahlgräber werden oft auch „Doppelgräber“ bezeichnet und werden häufig von Paaren erworben. Wiederum abhängig von Grabstättenträger, Friedhofssatzung und Grabstelle werden Särge in Doppelgräbern entweder nebeneinander oder übereinander platziert, bei letzterem spricht man oft von so genannten „Tiefgräbern“. Zudem fällt bei einer Erdbestattung im Nachhinein in der Regel die Pflege des Grabes an. Das kann von den Angehörigen selbst übernommen werden oder es kann eine Friedhofsgärtnerei engagiert werden, die die Grabpflege entgeltlich übernimmt.

Ruhezeiten bei der Erdbestattung

Die Ruhezeit bei Einzel- oder Doppelgräbern beträgt mindestens 20 Jahre. Ruhezeiten und Bedingungen sind von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich, daher ist ein Blick in die jeweilige Friedhofs- und Gebührenordnung ratsam. Jede Kommune muss diese ihren Bürgern zugänglich machen. Oft ist die Friedhofs- und Gebührenordnung im Internet veröffentlicht. Einige Bundesländer regeln die Ruhezeiten auch in ihren Bestattungsgesetzen.